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Archive for the ‘ERTMS’ Category

Europäisches Signalsystem für deutschen Abschnitt des Güterverkehrskorridors Rotterdam-Genua-Meilenstein bei Förderung grenzüberschreitender Güterverkehrs –Vorteile für
Eisenbahnverkehrsunternehmen.

In einer Grundsatzentscheidung legte das Bundesverkehrsministerium fest, dass der deutsche Abschnitt, Emmerich – Basel, des europäischen Güterverkehrskorridors A (Rotterdam –Genua) mit dem europäischen Signalsystem ERMTS ausgebaut wird. Grundlage für die Entscheidung ist eine Vorgabe der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2008, nach der neben dem Korridor A auch für drei weitere deutsche Strecken der europäischen Verbindungen Stockholm – Neapel, Dresden –
Budapest sowie Aachen die Ausrüstung mit ERMTS verbindlich vorgeschrieben ist.

Mit der jetzt getroffenen Entscheidung kommen wir bei der Vereinheitlichung der europäischen Zugsicherungssysteme einen weiteren wichtigen Schritt voran. Wir schaffen damit die
Voraussetzungen für eine wesentliche Erleichterung der grenzüberschreitenden Verkehre und sorgen so letztlich für mehr Verkehr auf der umweltfreundlichen Schiene, so Oliver Kraft,

Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG.

Im Vordergrund der Ausrüstung mit ERMTS steht der am stärksten befahrene Korridor A,Mittelrheintal, für den derzeit ein Umsetzungszeitplan erarbeitet wird. Voraussetzung für die
termingerechte Ausrüstung bis Ende 2018 ist der jetzt angestrebte Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung zwischen Bahn und Bund, die durch Gelder der EU ergänzt werden könnte.

Das gemeinsam zwischen DB Netz AG und BMVBS erarbeitete Umsetzungsszenario sieht eine abschnittsweise Ausrüstung mit dem European Train Control System (ETCS) in den Versionen Level 1
Limited Supervision (L1LS) oder Level 2 Full Supervision (L2 FS) vor. Dabei wird die leistungsfähige Version Level 2 FS, bei der umfangreiche Anpassungen der vorhandenen Stellwerke notwendig sind,
auf den Abschnitten zum Einsatz kommen, die stellwerkseitig alle Voraussetzungen erfüllen oder es aus Kapazitätsgründen erforderlich ist.

Hintergrund:

Die ausrüstung mit Level 1 LS ist vorgesehen für Strecken im Geschwindigkeitsbereich bis 160 km/h und somit auf Strecken, die heute mit dem nationalen Zugsicherungssystem der Punktförmigen
Zugbeeinflussung (PZB) ausgerüstet sind. Der entscheidende wirtschaftliche Vorteil dieser Version ist die Nutzung der vorhandenen Stellwerke auf Streckenabschnitten, bei denen verkehrlich derzeit
keine Kapazitätserhöhung erforderlich ist.

Die Version Level 2 FS ist die Hochleistungsversion von ETCS unter Nutzung der Funktechnologie (GSM-R) für Strecken mit einer Geschwindigkeit größer 160 km/h, die gegenwärtig mit dem
nationalen Zugsicherungssystem Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) ausgerüstet sind. Diese Version deckt somit den Hochgeschwindigkeitsbereich ab und ermöglicht weiterhin das Fahren im
sogenannten Hochleistungsblock. Voraussetzung ist der Einsatz von elektronischen Stellwerken.

Quelle…Bahn Nachrichtenarchiv, 08.03.2013

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ERTMS

Europäische Schienengüterverkehrskorridore: Investitionen für Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs notwendig

 

Der Verband der Europäischen Bahnindustrien (UNIFE) veröffentlicht heute (15.09.2010 Vision stilles Rheital) die erste Ausgabe seines ERTMS Freight Corridors Tracker. ERTMS bezeichnet das einheitliche Leit- und Sicherungssystem für den Schienenverkehr in Europa (European Rail Traffic Management System). Die neuen Übersichtskarten dokumentieren die Fortschritte beim Aufbau eines vollständig kompatiblen und wettbewerbsfähigen Eisenbahngüterverkehrsnetzes in Europa.

Berlin/Brüssel, 15.09.2010 – “Während ERTMS bei sehr vielen Hochgeschwindigkeitsstrecken in Europa bereits erfolgreich eingesetzt wird und weltweit sehr erfolgreich ist, verhindern einige Länder ganz bewusst die Schaffung von kompatiblen Frachtkorridoren in Europa, indem sie ihre Strecken einfach nicht dafür ausrüsten”, sagt Michael Clausecker, Generaldirektor der UNIFE. “Die Europäische Kommission muss handeln, damit die für die ERTMS-Ausrüstung vorgesehenen Fristen eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass eine kleine Minderheit von Ländern die anderen davon abhält, Fortschritte bei der Durchgängigkeit des Schienenverkehrs in Europa zu machen. Am Ende ist der einzige Gewinner in der heutigen Situation der Straßengüterverkehr, der weiterhin eine erfolgreiche Wettbewerbsposition einnimmt.“

Die von der UNIFE herausgegebenen Daten zeigen, dass nur wenige Frachtstrecken bisher mit ERTMS ausgerüstet sind, während der europäische ERTMS-Bereitstellungsplan eine stufenweise Ausrüstung der sechs ERTMS-Korridore in den Jahren 2015 und 2020 vorsieht.

“Auch Deutschland im Herzen Europas muss der Verantwortung für den europäischen ERTMS-Bereitstellungsplan gerecht werden”, sagt Ronald Pörner, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB). “Vier von sechs ERTMS-Korridoren führen durch Deutschland. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland ist verpflichtet, diese vier Korridore auszurüsten. Sie sollte jetzt die notwendigen finanziellen und technischen Schritte zur Umsetzung dieses Ziels unternehmen.”

Die ERTMS-Ausrüstung der Schienengüterverkehrskorridore steht im Gegensatz zur Situation auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken, die in Ländern wie Spanien, Italien oder Belgien erfolgreich mit ERTMS betrieben werden. Auch weltweit haben solch unterschiedliche Ländern wie China, Indien, Südkorea, Taiwan, Libyen, Marokko, Saudi-Arabien, Algerien, Mexiko oder Neuseeland – anders als Europa – ERTMS bereits eingeführt erfolgreich wird.

Was den europäischen Güterverkehr betrifft, stellt die ERTMS-Ausrüstung oftmals eine Herausforderung dar, da ERTMS zusätzlich zu einem schon vorhandenen Leit- und Sicherungssystem eingeführt wird. ERTMS kann jedoch seinen vollen Nutzen nur dann entfalten, wenn die Investitionen gut koordiniert sind und entlang einer internationalen Güterverkehrsstrecke vorgenommen werden. Aus diesem Grund unterstützen UNIFE und VDB die im europäischen Bereitstellungsplan enthaltene und von der EU koordinierte Herangehensweise. Der europäische und deutsche Bahnindustrieverband fordern von den Mitgliedsstaaten, die in diesem Plan enthaltenen Termine zu unterstützen.

Über ERTMS
Es ist das Ziel des Europäischen Schienenverkehrsmanagementsystems (ERTMS), mehr als 20 unterschiedliche nationale Zugsteuerungs- und Kommandosysteme in Europa zu ersetzen, die für den internationalen Schienenverkehr ein großes technisches Hindernis darstellen. Das ERTMS bietet beträchtliche Vorteile in Bezug auf Interoperabilität, Einsparungen von Wartungskosten, erhöhte Sicherheit und höhere Verkehrskapazität. Das ERTMS macht den Schienenverkehrssektor wettbewerbsfähiger und hilft damit, das Aktionsfeld gegenüber dem Straßentransport anzugleichen und bietet letztendlich wichtige Umweltvorteile. Es gibt schätzungsweise 33.000 km Schienenwege in der Welt, die vertragsgemäß mit ERTMS auszurüsten sind oder bereits mit ERTMS arbeiten – davon liegen fast 50% außerhalb der EU.

Über den Frachtkorridor-Tracker der UNIFE
Der ERTMS-Frachtkorridor-Tracker wurde von UNIFE entwickelt und wird statistisch von den ERTMS-Herstellern unterstützt. Er enthält ausschließlich die sechs ‘ERTMS-Korridore’, die im europäischen Bereitstellungsplan erfasst sind. Einen vollständigen Überblick über die ERTMS-Anlagen in Europa will das neue System nicht geben. Allerdings spielen viele Länder, wie z.B. Spanien oder Italien, eine große Vorreiterrolle in der praktischen Anwendung von ERTMS in ihren Hochgeschwindigkeitsnetzen.

Einen vollständigen Überblick über die mit ERTMS ausgerüsteten Strecken erhalten Sie unter www.ertms.com.Die Übersichtskarten erfassen nur die Strecken, die schon ausgerüstet sind oder für die ein Vertrag (oder ein Rahmenvertrag) unterzeichnet wurde. UNIFE wird den ERTMS-Frachtkorridor-Tracker regelmäßig aktualisieren.

….gefunden => http://www.bahnindustrie.info/index.php?id=270&tx_ttnews%5Btt_news%5D=6415&cHash=250842d9fc 

 

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