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Archive for the ‘Lärmschutz’ Category

Um Druck in Sachen Bahnlärm zu machen hat sich eine parteiübergreifende Bundestagsgruppe gebildet. Auch Politiker aus Hessen gehören ihr an.

Im Bundestag hat sich vor kurzem eine parteiübergreifende Initiative gegen Lärmbelastung durch Bahnverkehr gegründet. Knapp 90 Abgeordnete haben sich der „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ angeschlossen, darunter Volksvertreter aus Hessen wie Klaus-Peter Willsch (CDU) und Martin Rabanus (SPD), beide aus dem Wahlkreis Rheingau-Taunus/Limburg, sowie die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen (SPD).

Halbierung des Lärms bis 2020

Das betreffe den Zeitplan für die Umrüstung der Waggons auf leisere Bremssohlen, das Verteuern von Trassenpreisen für laute Waggons sowie die Betriebsbeschränkung für laute Züge nach 2016. Die Parlamentsgruppe erwarte von der Bundesregierung, dass sie, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, Nachtfahrverbote für laute Waggons verhänge, wenn bis 2016 nicht die Hälfte aller Wagen auf leisere Bremssohlen umgerüstet seien.

Laut Koalitionsvertrag soll der Schienenlärm in Deutschland bis 2020 halbiert werden. Bis 2016 soll die Hälfte aller Waggons auf leise Bremsen umgerüstet sein. Bisher sind die meisten Wagen noch mit Graugussbremsen ausgerüstet, die die Räder bei jedem Bremsen aufrauhen und starken Lärm verursachen. Der Bund fördert die Umrüstung mit 150 Millionen Euro im Jahr. Allerdings scheint es Probleme bei der Lieferung von modernen Bremssohlen zu geben.

Einhaltung von Lärmgrenzen gefordert

Rößner wie auch die Frankfurter Abgeordnete Nissen hoben hervor, dass sie nichts gegen die Bahn oder den Güterverkehr auf der Schiene hätten. Die Belastung durch Bahnlärm, äußerte Nissen, sei in den vergangenen Jahren aber immer größer geworden und sei an vielen Orten nicht mehr zumutbar. Damit die Stimmung nicht kippe, müsse man in Frankfurt wie an vielen anderen Orten mehr für den Lärmschutz tun.

Mit ihrem gemeinsamen Vorgehen wollten die Abgeordneten der Parlamentsgruppe unterstreichen, dass sie jeden Hebel und jeden Kontakt nutzen wollten, um etwas für die Menschen entlang der Bahngleise zu erreichen, sagte Nissen. „Es geht uns nicht um Parteipolitik, sondern um ein Anliegen, das für die Lebensqualität der gesamten Region von größter Bedeutung ist.“

Zu den Kernforderungen der Parlamentsgruppe Bahnlärm zählt die Einhaltung der Lärmgrenzwerte von 40 Dezibel nachts beziehungsweise übergangsweise von 55 Dezibel, um die Gesundheit der Anwohner zu schützen. Die Umrüstung der Güterwagen auf lärmarme Bremsen müsse schneller vollzogen werden. Man müsse prüfen, ob ein bis 2020 laufendes Förderprogramm verwirklicht werden könne, das die Verkehrsgesellschaften zu einer zügigen Umrüstung motiviere. Alle verfügbaren Technologien zur Lärmminderung müssten bei den Gleisen und den Waggons und Zügen eingesetzt werden.

Ferner müssten die Trassenpreise nach dem Schweizer Vorbild stärker gespreizt werden, damit sich der Einsatz von lärmarmen Wagen lohne. Darüber hinaus sollten Anwohner einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz bekommen.

Quelle…lesen Sie weiter…=>  http://www.faz.net

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Delmenhorst. Auf wenig Resonanz ist die Bürgerversammlung des Aktionsbündnisses für Sicherheit und Nachtruhe an der Bahn in Delmenhorst gestoßen. Nur 30 Bahnanlieger kamen. Einige sprachen von noch mehr Lärm als vor der Fertigstellung der Lärmschutzwände, andere konnten auch positive Erfahrungen weitergeben.

Bei einigen Bahnanliegern scheint der Leidensdruck noch nicht groß genug zu sein. So kommentierte Dieter Holsten, Sprecher des Aktionsbündnisses für Sicherheit und Nachtruhe an der Bahn, die geringe Resonanz auf die Bürgerversammlung, die vor Kurzem zum Thema Bahnlärmschutz stattgefunden hatte. 450 Einladungen seien per Flyer ausgesprochen worden, lediglich 30 Personen seien gekommen, um ihre Erfahrungen vorzutragen.

Einige Bürger hätten berichtet, dass der Lärm dort deutlich zurückgegangen sei, wo an beiden Seiten der Strecke Schutzwände stehen, sagte Holsten. Es sei außerdem festgestellt worden, dass einige Güterzüge der Deutschen Bahn inzwischen viel leiser seien.

Andere Bürger sprachen nach Angaben des Sprechers der Initiative von stärkerem Lärm als vorher – und zwar dort, wo nur eine Wand steht. Der Lärm werde anscheinend nicht hundertprozentig von den Wänden absorbiert, pralle zurück und belästige die Anwohner in den Häusern der anderen Seite. Laut sei es auch in den Lücken zwischen den Schutzwänden. Einige Bürger berichteten von lautem Knall, der eher an das Geräusch eines Überschallflugzeuges erinnere. „Der lässt sogar die Gläser in den Schränken klirren“, hieß es.

Darüber hinaus ist laut Holsten mitgeteilt worden, dass es im Bereich von Brücken sehr laut sei. „Da ist eine Entdröhnung wichtig“, sagte er.

Die Delmenhorster Bahnanlieger haben bei der Versammlung einen Fragebogen der Initiative ausgefüllt, der jetzt ausgewertet werden soll. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im März vorliegen und mit den Mitgliedern des Aktionsbündnisses besprochen werden.

Quelle…lesen Sie weiter…=>  http://www.noz.de

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LAHR. Bis zu 300 Züge fahren täglich auf den beiden Gleisen am Lahrer Bahnhof vorbei. Der dabei entstehende Lärm soll für die Menschen erträglicher werden: Die Deutsche Bahn wird deshalb nördlich des Lahrer Bahnhofs beiderseits des Schienenstrangs zwei drei Meter hohe Lärmschutzwände bauen, die den Schall um bis zu zehn dB reduzieren. Bezogen auf Lahr sollen die Lärmschutzwände noch vor Beginn der Landesgartenschau 2018 stehen. Das ist zumindest die Planung der DB Projektbau GmbH, die 2016 in Herbolzheim mit den Bauarbeiten beginnen will.

Knapp 50 Lahrer waren am Mittwochabend zu einem Informationsabend der Stadt und der DB Projektbau in die Schutterlindenbergschule gekommen, um sich über die Planungen unterrichten zu lassen. Grundlage der Lärmsanierung ist einerseits ein freiwilliges Programm der Bundesregierung, die für Lärmsanierung 120 Millionen Euro im Jahr zur Verfügung stellt, zum Zweiten wird der Bau der Schutzwände als aktiver Lärmschutz jetzt möglich, weil der Bau eines dritten und vierten Gleises – unbeschadet der Trassenführung im Lahrer Raum – noch mehr als zehn Jahre auf sich warten lässt.

Das Karlsruher Planungsbüro Modus Consult hat auch für den Lahrer Raum individuelle Schallberechnungen vorgenommen, die letztlich keine Neuigkeiten enthalten. Sabine Weiler von der DB-Projektbau konnte die Zusammenfassung deutlich machen: In weiten Teilen der Lahrer Weststadt werden die vom Gesetzgeber vorgesehenen Grenzwerte weder am Tag (70 dB), geschweige denn in der Nacht (60 dB) eingehalten. Wichtig für die Schallberechnungen ist, dass die Bahn keinen Schienenbonus mehr von fünf dB erhält.

Für Lahr bedeuten die Untersuchungen nach Angaben von Sabine Weiler Folgendes: Bis zur Landesgartenschau soll auf der Westseite der Bahn, beginnend auf Höhe der Straße Zum Weißen Stein bis zur Rheinstraße eine 640 Meter lange, drei Meter hohe Lärmschutzwand gebaut werden. Auf der Ostseite des Gleisstranges ergänzt eine 790 Meter lange lärmabsorbierende Wand, etwa vom ersten Haus in Dinglingen im Norden bis zum alten Bahnhof den Lärmschutz. Keinen aktiven Lärmschutz wird es also für die mehrgeschossigen Gebäude am Bahnhofsplatz und erst recht nicht für die Mehrfamilienhäuser an der Vogesenstraße oder auch an der Römerstraße geben.

Nutznießer der Schallschutzwände werden im Bereich Husarenstraße und der Straße am Weißen Stein die Bewohner von jeweils 340 Wohnungen sein. An der Vogesenstraße mit der Römerstraße sind es etwa 730 Wohnungen, die von Bahnlärm betroffen sind, wo es aber keinen aktiven Lärmschutz in Form einer Wand geben wird. Die baulichen Gegebenheiten sind so, dass durch eine Lärmschutzwand keine wahrnehmbare Verbesserung beim Lärmschutz gegeben wäre, schließlich erreichen die Hochhäuser bis zu 16 Stockwerke.

Quelle…lesen Sie weiter…=>  http://www.badische-zeitung.de

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Berlin (DK) Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren Mittel für Anti-Bahnlärm-Programme in Millionenhöhe verfallen lassen. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, die unserer Berliner Redaktion vorliegt.
Demnach sind zwischen 2005 und 2014 rund 155 Millionen Euro, die für Lärmsanierungen zur Verfügung gestanden hätten, nicht genutzt worden.
Laut Bundesregierung sind bis heute für Lärmsanierungen, etwa den Bau von Schutzwänden, rund 920 Millionen Euro ausgegeben worden. Betroffen waren davon rund 1400 Kilometer Strecke. Ein Rechtsanspruch der Anlieger auf solche Sanierungen bestehe nicht, betont das Bundesverkehrsministerium. Mit Bundesmitteln finanzierte Lärmschutzmaßnahmen sind möglich, sobald bei Krankenhäusern, Schulen, Kindertagesstätten, Altenheimen und Wohngebieten ein Schallpegel von 70 dB(A) am Tag und 60 db(A) überschritten wird. 130 dB(A) entsprechen der Schmerzgrenze. Zwischen 2007 und 2013 hatten nach Angaben der Bundesregierung jährlich 100 Millionen Euro für Anti-Schienenlärm-Projekte zur Verfügung gestanden. Für 2014 und 2015 wurden die Mittel auf jeweils 130 Millionen Euro erhöht.
Die Linksfraktion forderte, Anwohner müssten schnell und wirksam vor Bahnlärm geschützt werden. Mittel für die Lärmsanierung an Schienenwegen würden seit Jahren verfallen, Lärmmessungen würden von der Deutschen Bahn nicht vorgenommen.

Lesen Sie mehr dazu auf…=>  http://www.donaukurier.de

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…wie hier unschwer zu erkennen ist, geht es um die Erstellung einer Lärmschutzwand

wo…in (Modellstadt) Sankt Goar, Ortsteil Fellen

wann…die Genehmigung dazu wurde (damals) am 15.09 2009 von der Kreisverwaltung erteilt…

passiert istbisher nix…(wie zu erwarten war)…

warum ist nix passiert (welche Ausreden ?)…völlig egal und nicht von Belang !

Tatsache ist nur…die Menschen leiden unter dem Bahnlärm !

..und so sieht es heute (seit Jahren) immer noch aus…(siehe unten)

Sankt Goar Fellen 011

VISION STILLES RHEINTAL

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Atokk spricht im Bundesverkehrsministerium vor und erkennt Entgegenkommen der Bahn, doch die Gemeinde wird mit der Finanzierung vorerst alleingelassen.

GUNDELFINGEN/BERLIN. „Der Besuch im Bundesverkehrsministerium zum Thema Lärmschutz war relativ ernüchternd“, sagt Bürgermeister Raphael Walz. Auf Einladung der Bürgerinitiative Atokk (BI-ATOKK Bürgerinitiative – Alte Trasse ohne Krach und Katastrophen e.V.  Gundelfingen  http://www.atokk.de)reiste er Ende des vergangenen Jahres nach Berlin und traf dort Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) und Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). „Der Bund sieht die Verantwortlichkeit für den Lärmschutz bei der Gemeinde“, so Walz. Der Bürgermeister will das Thema dieses Jahr auf die Tagesordnung des Gemeinderats setzen. „Die Deutsche Bahn hat aus unserer Sicht ein absolutes Minimum an Lärmschutz umgesetzt, aus unserer Sicht deutlich zu wenig.“

Für Walz ist es klar, dass die Gemeinde nicht umhin kommt, selber Geld für den Lärmschutz aufzubringen. „Falls es Konsens im Gemeinderat ist und wir einen größeren Betrag in die Hand nehmen, müsste man natürlich nochmal versuchen an Fördertöpfe heranzukommen“, sagt der neue Rathauschef. Eine Lärmschutzoption wären beispielsweise sogenannte Gabionen, das sind Felsaufschüttungen, die mit einem Gitter gesichert sind. Damit seriös über das Thema geredet werden könne, müssten die Kosten für einen solchen Lärmschutz grob geschätzt werden, so Walz: „Sonst bewegt man sich in der Diskussion im luftleeren Raum.“

Was die Kostenschätzung anbelangt, könnte sicherlich auch das Bundesverkehrsministerium mit dem dort vorhandenen Expertenwissen weiterhelfen.

Umsonst war das Treffen aus seiner Sicht nicht. „Es war gut, um Kontakte nach oben zu knüpfen und unser Anliegen vorzubringen“, sagt Walz. Laut einer Pressemitteilung von Atokk erwähnten die Staatssekretäre auch die Umrüstung der Güterzüge hinsichtlich leiserer Sohlen. Bis 2016 sollen 50 Prozent der Güterzüge mit dieser Technik ausgestattet sein, so stehe es im Koalitionsvertrag. Dies soll einen erheblichen Beitrag zur Verhinderung des Krachs an der Strecke leisten. Ansonsten verwies Staatssekretär Ferlemann darauf, dass die Bahn in der Vergangenheit in Gundelfingen und im übrigen nördlichen Breisgau Lärmschutz in den Gebieten gebaut habe, die vor 1974, dem Jahr des Inkrafttretens der Bundesimmissionsschutzverordnung, planfestgestellt wurden. Darüber hinaus hätten die Bahn und der Bund keine weiteren Verpflichtungen.

Atokk verbucht das Treffen als Erfolg. Vor allem weil der BI Gespräche mit der Bahn und eine Mitarbeit im Projektbeirat des dritten und vierten Gleises zugesichert wurden. „Ich sehe die Blockadehaltung der Bahn etwas aufgeweicht“, sagt Vorsitzender Karl-Christof Paul. Es sei ein Novum, dass die Bahn überhaupt signalisiert hat, mit der Gemeinde zusammenarbeiten zu wollen. Bei der Finanzierung des Lärmschutzes tritt die BI für eine Kofinanzierung zwischen Kommune, Land und Bund ein. „Wir sind uns im Vorstand einig, dass es unmöglich ist, dass die Gemeinde den Lärmschutz alleine stemmt. Da würden wir die Investitionsmittel auf Jahre binden“, so SPD-Gemeinderat Paul. Bevor man verhandelt, müssten erst die Kostenschätzungen auf den Tisch.

Quelle…lesen Sie weiter…=> http://www.badische-zeitung.de

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